Vielfalt mit Raum und Struktur
In der Regel behält jede Klasse ihren Klassenlehrer von der 1. bis zum 8. Schuljahr. Er erteilt den Hauptunterricht mit den jeweiligen Epochen in den Fächer Lesen, Schreiben, Rechnen, Geometrie, Formenzeichnen, Heimatkunde und Handwerkskunde, mit entsprechenden Epochen im Haus- und Feldbau in den unteren Klassen.
In jedem Schuljahr kommen neue Fächer hinzu, z. B. Deutsch, Mathematik, Physik, Chemie, Geschichte, Biologie, Erdkunde, Kunstgeschichte und Gemeinschaftskunde in der Mittel- und Oberstufe bis zur 13. Klasse.
Während der gesamten Schulzeit wird in den ersten zwei Schulstunden (Hauptunterricht mit 105 Minuten) jeweils nur ein Fach für die Dauer von meist drei bis sechs Wochen (eine Epoche) behandelt. Eine Epoche kann so eine Unterrichtseinheit, die sonst in Einzelstunden über ein ganzes Jahr hinweg erteilt wird, ersetzen.
Erst im Anschluss daran findet der Fachunterricht statt. Das sind zum Beispiel Fächer, die dauernder Übung bedürfen, wie Fremdsprachen, Eurythmie, musische und handwerkliche Fächer und Sport. Im Fachunterricht werden die Klassen halbiert oder gedrittelt.
Die oberen Klassen haben häufig auch ab 14 Uhr noch Unterricht. Unter anderem wird im Nachmittagsunterricht für das Schulorchester und den Chor geprobt, es wird in den handwerklich-künstlerischen Fächern gearbeitet und Sportangebote werden wahrgenommen. In den Oberstufenunterricht sind verschiedene Praktika integriert: in der Landwirtschaft, im Handwerk, in der Industrie, zum Feldmessen und im sozialen Bereich. Der gesamte Unterricht, einschließlich Werken, Handarbeiten, Sport und Gartenbau, wird gleichermaßen für Mädchen und Jungen erteilt.
Mehr zu diesem Thema finden Sie unter Stufen oder im Internet.
http://www.waldorfschule.info/front_content.php
Musterstundenpläne:
Musterstundenplan der 3. Klasse


