Wenn mit dem Beginn des Schuljahres 2011/2012 die Klassen 5 bis 10 in das neue Mittelstufengebäude eingezogen sind, werden 3,3 Millionen Euro investiert und 10.000 Arbeitsstunden von der Schulgemeinschaft geleistet sein.
Der Beschluss fiel 2000. Lehrer und Eltern der Waldorfschule Wiesbaden entschieden, mit dem Mittelstufengebäude den größten Bauabschnitt des geplanten Schulneubaus anzupacken. Im Juni 2007 wurde der Bauantrag gestellt und im März 2009 die Baugenehmigung erteilt. Der erste Spatenstich erfolgte im Frühjahr 2010. Fast 200 Schülerinnen und Schüler werden nach den Sommerferien 2011 in ihre neuen Räume einziehen.
Der Bau entsteht ohne öffentliche Hilfe. Jeder Euro der benötigten 3,3 Millionen Bausumme wurde von Eltern und Freunden der Waldorfschule Wiesbaden gespendet und über den Schulbeitrag mitfinanziert. Das zeigt, dass eine funktionierende Schulgemeinschaft auch eine so große Vision aus eigener Kraft verwirklichen kann. In Eigenleistung haben die Eltern die Decken gestaltet, als Maler gearbeitet und die Außenanlagen angelegt.
Die praktische Arbeit mit einem gemeinsamen Ziel stärkt die Bindung an die Schule, zwischen den Menschen und sie lässt die Gemeinschaft zu einem Entwicklungsraum für Jeden werden, der sich darauf einlässt.
Das Thema Energie nimmt einen großen Stellenwert im Neubau ein. Der Anspruch der Waldorfschule, verantwortlich mit den Ressourcen unserer Erde umzugehen, soll sich in ihm widerspiegeln. Das Gebäude wird einen Großteil seiner Heizungsenergie aus Abwärme gewinnen.
Aus dem Klärwerk in Biebrich wird gereinigtes Wasser zum Neubau der Schule
geleitet. Dort wird durch eine bereits installierte Wärmepumpe dem Wasser
Wärme entzogen, die zum Heizen der Schule verwendet wird. "Gleichzeitig wird
die Temperatur des gereinigten Wassers gesenkt, bevor es in den Rhein
weitergeleitet wird. Das Gebäude wird einen Großteil seiner Heizungsenergie
aus Abwärme gewinnen.
Insgesamt rund 60 000 Euro hat die Schule von der Ikea-Stiftung und aus dem
Klimaschutzfonds von ESWE Versorgung erhalten.

